Private Altersvorsorge

Die heutige Altersvorsorge setzt sich aus den so genannten drei Säulen zusammen:

  1. Die gesetzliche Vorsorge (Einzahlungen von Pflichtbeiträgen in die gesetzliche Rentenversicherung während des gesamten Erwerbslebens): Umlageverfahren. Dazu zählen die Gesetzliche Rente, die Alterssicherung der Landwirte (AdL), die Berufsständische Versorgung (BSV) und die Beamtenversorgung.
  2. Ergänzende erwerbsbasierte Alterssicherung. Dazu zählt hauptsächlich die Betriebliche Altersvorsorge, aber auch Zusatzversorgung des Öffentlichen Dienstes.
  3. Private Altersvorsorge (eigenverantwortliche Ansparung von Eigenkapital mit der Möglichkeit des späteren Verzehrs): Aktienfonds-Sparpläne, Riester-Rente, Rürup-Rente, Lebensversicherung und Immobilienbesitz.

Eine alternative Klassifizierung ist das 3-Schichten-Modell, das nicht den Träger der Altersvorsorge, sondern die staatliche Förderung (steuerlich, zulagengefördert, ungefördert) in den Vordergrund stellt:

  1. Gesetzliche Rentenversicherung, Beamtenversorgung, berufsständische Versorgung, Rürup-Rente
  2. Betriebliche Altersversorgung, Riester-Rente
  3. Sonstige Kapitalanlagen, zum Beispiel private Kapital- und Rentenversicherungen, Immobilienbesitz und Wertpapierdepots.

Rentenversicherung

Als Rente bezeichnet man eine meist monatliche Auszahlung von Geld, dessen Gewährung man sich mit seiner Arbeit verdient hat oder dessen Gewährung man sich mit einer Rentenversicherung "erkauft" hat. Die Rente ist auch Ihre Zukunft und die Zukunft abzusichern ist ein Thema, über das Sie sich bestimmt schon Gedanken gemacht haben. Und das ist auch gut so! Mit dem Abschluss einer Rentenversicherung kaufen Sie sich eine Leibrente, bei der Sie genau das Geld wieder bekommen, das Sie abzüglich der Gebühren eingezahlt haben. Die genauen Einzelheiten einer individuell zugeschnittenen Rentenversicherung sind nicht ganz leicht nachvollziehbar, denn es gibt viele verschiedene Tarife und vor allem Varianten, auch Kombinationsmöglichkeiten mit anderen Versicherungen, die abhängig sind von verschiedenen Faktoren. Daher starten Sie vor Abschluss einer Rentenversicherung unbedingt einen Vergleich der einzelnen Anbieter! Verschieben Sie es nicht und investieren Sie am besten sofort etwas Zeit in einen Vergleich, denn die Zukunft lässt sich auch nicht verschieben. Denken Sie unbedingt auch an morgen!

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Rürup Rente Rürup Rente vergleich

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Private Rente Private Rente vergleich

Rentenversicherung Grundlagen

Hier finden Sie die Rentenversicherung Grundlagen

Generationsvertrag

Renteneintrittsalter

Vorsorgelücke

Rentenformel

Risiken

Altersvorsorge Grundlagen

Warum soll ich mich um meine Altersvorsorge kümmern?

Nach wie vor ist die Hauptquelle für die Altersversorgung der Ruheständler die Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung. Die gesetzliche Rente steht aber schon lange vor großen Problemen. Die Ursachen sind vielfältig.

Da ist zunächst der demographische Faktor: überalterung der Bevölkerung, deutlich gestiegene Lebenserwartungen, Geburtenrückgang sowie kürzere Lebensarbeitszeiten sorgen dafür, dass immer weniger Versicherte für immer mehr Rentner zahlen müssen. Ein Ende dieser Entwicklung ist nicht in Sicht. Hinzu kommt die hohe Arbeitslosigkeit, denn in die Rentenkasse zahlen nur Arbeitnehmer, die eine Beschäftigung haben und Sozialversicherungsbeiträge abführen. In Zeiten hoher Arbeitslosigkeit fließt daher weniger Geld in die Rentenkassen, verschiebt sich daher nochmals das ungünstige Verhältnis von Einzahler zu Rentnern. Letztlich gilt nach wie vor der Generationenvertrag und die daraus resultierende Umlagefinanzierung der gesetzlichen Renten. Das bedeutet, dass die monatlichen Beiträge, die in die Rentenkasse einbezahlt werden, nicht der eigenen Vorsorge dienen, sondern vielmehr an die heutigen Rentner sofort wieder ausgezahlt werden. Später, so der Generationenvertrag, wird seine Rente dann wiederum von der nachfolgenden Generation aufgebracht. Der Beitragszahler baut also kein eigenes finanzielles Vermögen auf z.b. Fondsgebundene Rentenversicherung, sondern muss darauf vertrauen, dass die nachfolgende Generation in der Lage ist, seine Rentenansprüche zu finanzieren. Die unausweichliche Folge dieser Tendenzen ist, dass das Leistungsniveau der gesetzlichen Rente seit Jahren stagniert und abgesenkt wird. Eigenverantwortung ist daher heute wichtiger denn je wenn Sie Ihr Leben im Ruhestand genießen und finanziell gut versorgt sein wollen, müssen Sie rechtzeitig selbst vorsorgen.

Generationenvertrag

Der Generationenvertrag bezeichnet einen angenommenen gesellschaftlichen Konsens, der die Finanzierung der gesetzlichen Rentenversicherung sichern soll. Die jeweils Erwerbstätigen (oder jedenfalls der Großteil von ihnen, nämlich die Arbeitnehmer) zahlen mit ihren Beiträgen die Renten der aus dem Erwerbsleben ausgeschiedenen Generation (Umlageverfahren) und erwerben dabei Ansprüche auf ähnliche Leistungen der nachfolgenden Generationen an sich selbst.
Auch andere Instrumente des Sozialstaates, z. B. die gesetzliche Krankenversicherung, beruhen weitgehend auf dem Prinzip eines "Generationenvertrages", da die durchschnittlichen Gesundheitsausgaben im Alter deutlich höher und die laufenden Einnahmen geringer sind als in den Erwerbsjahren.

Renteneintrittsalter

Geändertes Renteneintrittsalter: Ab 2012 gilt die "Rente mit 67"
Diese änderungen beim Renteneintrittsalter werden in Kraft treten:

  • Die Regelaltersgrenze wird bis 2012 schrittweise von 65 auf 67 Jahre angehoben
  • Diese Anhebung geschieht zunächst um einen Monat pro Jahr
  • Ab 2024 erfolgt eine Anhebung um 2 Monate pro Jahr.
  • Damit erreichen Arbeitnehmer der Jahrgänge ab 1964 in Zukunft erst mit 67 das Renteneintrittsalter. Möglich ist ein früherer Rentenbezug mit 63 Jahren.
  • Der frühere Rentenbezug hat einen Abschlag bei der Rente zur Folge. Sie wird pro Monat um 0,3% gekürzt.

Eine wichtige Ausnahme:
Wer mindestens 45 Jahre Pflichtbeiträge in die Rentenversicherung eingezahlt hat, für den gilt eine Ausnahme beim Renteneintrittsalter. Diese langjährig Versicherten können weiterhin mit 65 ohne Abzüge in den Ruhestand gehen. Dabei werden selbstständige Tätigkeiten und Kindererziehungszeiten miteingerechnet.

Vorsorgelücke

Wer rechtzeitig vorsorgt, muss auch im Ruhestand auf den gewohnten Lebensstandard nicht verzichten. Mit einer einfachen Rechnung kann jeder überschlägig feststellen, wie hoch seine private Altersvorsorge sein sollte, damit es später finanziell nicht eng wird.

Die in Eigenregie zu schließende Versorgungslücke entspricht dem persönlichen Finanzbedarf minus dem voraussichtlichen Einkommen im Alter. Zur Schnellberechnung des späteren Finanzbedarfs kann man 90 Prozent des letzten Nettoeinkommens zugrunde legen.

Wer genauer kalkulieren will, kann ausgehend von seinen laufenden Kosten wie beispielsweise Miete, Wohnnebenkosten, Haushaltsgeld und Versicherungsbeiträgen prüfen, welche Ausgaben er als Ruheständler hat.

Die Rentenformel

Maßgeblich für die Höhe der gesetzlichen Rente ist Ihr Einkommen während des gesamten Arbeitslebens und die Dauer Ihrer rentenversicherten Berufstätigkeit bis zum Renteneintritt. Die Höhe der Altersbezüge berechnet sich dann nach der Rentenformel:

Rente= Entgeldpunkte x Zugangsfaktor x Rentenartfaktor x Rentenwert

Die Summe der Entgeltpunkte macht eine Aussage zur Einzahlungsdauer in die Rentenkasse und die Höhe des Einkommens. Ein Durchschnittsverdiener bekommt 1,0 Entgeltpunkte pro Jahr.

Der Zugangsfaktor beträgt beim Renteneintritt mit 65 Jahren 1,0. Dieser Wert ändert sich dann, wenn die Rente früher oder später als üblich ausgezahlt werden soll. Wer vorzeitig in Rente geht, hat einen geringeren Zugangsfaktor und deshalb weniger Monatsrente.

Der Rentenart-Faktor beträgt bei der Altersrente 1,0. Dieser Wert ändert sich für andere Rentenarten: Bei der Witwenrente beträgt er zum Beispiel 0,6.

Der Rentenwert wird vom Gesetzgeber in jedem Jahr neu festgesetzt. Der Rentenwert ist um so niedriger, je ungünstiger das Verhältnis zwischen der Zahl der Beitragszahler und der Rentenempfänger ist und je höher die Lebenserwartung der Rentenempfänger und damit die durchschnittliche Dauer des Rentenbezugs wird.

Fazit:
  • Je mehr Jahre in die Rente eingezahlt werden und je höher das Einkommen ist, desto höher ist die Rente
  • Ein vorzeitiger Rentenbeginn verringert die Rente, ein späterer Eintritt erhäht die monatliche Rente
  • Die Rente wird sich in den nächsten Jahrzehnten stetig verringern, da sich das Verhältnis von Beitragszahlern und Rentenempfängern deutlich verschlechtert und somit der Rentenwert sinkt.

Risiken der Altersvorsorge

Der beste Altersvorsorgeplan ist nichts wert, wenn man aufgrund einer Krankheit oder eines Unfalls berufsunfähig wird und sich die Beiträge in die Altersvorsorge nicht mehr leisten kann. 2,2 Millionen der ca. 36 Mio. gesetzlich versicherten Deutschen im arbeitsföhigen Alter sind schon heute berufs- oder erwerbsunfähig. Hauptursache sind vor allem chronische Erkrankungen. Erst weit dahinter folgen private oder arbeitsbedingte Unfälle. Eine private Berufsunfähigkeitsversicherung würde dann einspringen und sollte Bestandteil einer soliden Altersvorsorge sein.

Vorsorgen mi private Rentenversicherung

Informationen zum Thema Private Altersvorsorge Private Rentenversicherung

Tipps

Für die reine Vorsorge - Altersvorsorge ist die Kapitallebensversicherung wegen der Kombination mit Todesfallschutz weniger geeignet. Wer keine Angehörigen zu versorgen hat und auf die staatlichen Fördermittel nicht verzichten will, sollte einer privaten Zusatzrente den Vorrang geben.